Mit „Kulinarische Redewendungen“ werfen wir einen genaueren Blick auf Begriffe und Formulierungen, die ihren Ursprung in der Welt des Essens und der Gastronomie haben. Oft verwenden wir solche Ausdrücke im Alltag, ohne uns über ihre Herkunft oder Bedeutung bewusst zu sein. Hier wollen wir zeigen, wie tief Sprache und Kulinarik miteinander verwoben sind. Dabei geht es nicht nur ums Essen selbst, sondern auch um die kulturellen und gesellschaftlichen Geschichten dahinter!
Herkunft
Im Mittelalter war es sehr aufwendig und gefährlich, empfindliches Porzellan oder Glas über die Alpen zu transportieren – etwa aus Venedig nach Deutschland. Da die Straßen schlecht waren und die Erschütterungen leicht zum Zerbrechen der wertvollen Waren führten, suchte man nach einer Möglichkeit, die Gläser zu schützen.
Die Lösung: Man füllte Fässer mit flüssiger Butter und bettete die zerbrechlichen Glaswaren darin ein. Die Butter wurde beim Abkühlen wieder fest und schützte das Glas während des Transports zuverlässig vor Stößen und Brüchen.
Wenn die Lieferung dann unversehrt ankam, konnte man sagen:
„Alles in Butter“ – also: Alles ist heil, alles ist gut.
Bedeutung heute:
Heutzutage bedeutet „Alles in Butter“ ganz einfach:
- Alles ist in Ordnung
- Es gibt kein Problem
- Alles läuft gut







